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CanyoningSecurity - Sicherheit muss an erster Stelle stehen - CanyoningSecurity
 

Wasser bedeutet Gefahr
Das Wasser stellt beim Canyoning die grösste Gefahr dar. Das Abseilen wird durch Wassermassen von oben erheblich erschwert. Auch das Kommunizieren mit der Gruppe wird durch das Wasser erschwert, wie auch das Laufen auf nassem Fels. Es können gefährliche Strömungsformen auftreten, wie zum Beispiel Siphons und Walzen. Werden solche Wasserphänomen nicht frühzeitig erkannt, wie auch alle anderen Probleme mit dem Wasser, wird es lebensbedrohlich. Das Wasser darf nie unterschätzt werden. Es ist ein entscheidender Faktor für einen sicheren Abstieg durch einen Canyon.

Kenntnisse der Wassermenge
Wie viel Wasser in einer Schlucht fliesst ist für einen sicheren Abstieg von grosser Bedeutung. Dabei wird es nicht nur bei Hochwasser gefährlich, auch schon geringere Mengen können an Engpässen eine grosse Kraft hervorrufen. Vor Beginn einer Begehung sollte deshalb bei Kraftwerken oder bei Tourismusbüros Informationen über mögliche Spülungen oder den Wasserstand eingeholt werden. Allenfalls ist auf Pegelmesser beim Schluchteingang zu achten. Eine gute Möglichkeit, sich über die Wasserführung der Schlucht zu informieren, besteht in der Beobachtung des Wasserstandes am Ende der Schlucht. Dort sind Nebenflüsse in der Wassermenge inbegriffen. Unbekanntes Gelände sollte nur bei Niederwasser begangen werden.

- Kleine Wassermenge:
Das Wasser ist vorerst klar, vertrübt sich jedoch oft nach der ersten Begehung und behindert die Sicht in die Tiefe. Gibt es auf der Strecke unterirdische Wasserabflüsse, so kann sämtliches Wasser plötzlich verschwinden.

- Normale Wassermenge:
Das Wasser kann sich ebenfalls vertrüben, wird aber dank das Wasservolumens schnell wieder klar. Die Becken sind gut gefühlt und erlauben manchmal Sprünge; die Wasserfälle stellen im allgemeinen keine spezielle Gefahr dar, ausser dem Eigengewicht des Wassers.

- Grosse Wassermenge:
Das Wasser ist trüb, denn das grosse Wasservolumen wirbelt den Staub am Beckenboden auf. Die nähere Umgebung der Wasserfälle ist manchmal heikel und die Absprungstellen sind meist unruhig und von Wasser durchströmt. Wasserfälle sind durch Abseilen zu umgehen. Es können gefährliche Wasserphänomene auftreten. Zusätzlich können versickerte Quellen wieder an die Oberfläche treten (via Quellen) und verändern so die Bedingungen während der Begehung grund-legend.

Staumauern oder Wasserfassungen im Einzugsgebiet
Die Stauseen oder Wasserfassungen vor den Canyons ist ein sehr wichtiger Punkt. Sie könnten die Wassermengen in einer Schlucht plötzlich ansteigen lassen und somit eine Gruppe in grosse Gefahr bringen oder währende vieler Stunden blockieren. Deswegen kann man sich bei den Werkbetreibern melden und Auskunft einholen, wobei sehr wichtig ist: Diese verbieten grundsätzlich den Einstieg in einen Canyon oberhalb einer Wasserkraftanlage. Sie weisen auf die Gefahren einer möglichen Störung hin und können durch diese Informationen nicht haftbar gemacht werden, vor allem bei Unfällen eines plötzlichen Wasseranstiegs. In der Schweiz sind die Wasserwerkbetreiber besonders zuvorkommend und geben gerne Auskunft über mögliche Manöver. Auch weisen sie bei schlechter Witterung darauf hin, dass die Höhe eines Staubecken ansteigen könnte und somit die Wassermenge durch den Canyon reguliert werden muss. Sie besitzen auch das Recht dazu.
Die Gefahren einer Staumauer oberhalb eines Canyons ist erheblich grösser, als die einer Wasserfassung. Deswegen sind Canyons unterhalb von Staumauern nicht empfehlenswert. Besteht trotzdem das Bedürfnis die Schlucht zu durchsteigen sollte man dringend Informationen bei örtlichen Guides oder bei private Personen einholen.

Wasseranstieg
Die Gesteinsart ist bei einem Wasseranstieg sehr von Bedeutung, denn nicht jedes Gestein kann gleich viel Wasser aufnehmen. Der Wasseranstieg wird vor allem durch Gewitter oder plötzlich einsetzender Regen verursacht. Ab Mittag ist dann auch die Schnee- und Gletscherschmelze, bei höher gelegenen Schluchten von grosser Bedeutung. Dabei spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine Rolle.
Man sollte nur bei stabilem Wetter eine Begehung machen und bei Anzeichen von Wettverschlechterung umkehren. In einer Schlucht ist der Blick zum Himmel eingeschränkt und Wolken können nur schlecht erkannt werden.
Wird man trotzdem von Gewitter oder vom Wasseranstieg überrascht, verlässt man so schnell wie möglich den Wasserlauf und geht auf einen höher gelegenen Platz. Bei Gefahr sind Fluchtwege nur in bekanntem Gelände anzuwenden, wenn der Zustieg schnell und einfach erfolgen kann. Sonst wird besser ein sicherer Lagerplatz gesucht und man wartet bis sich das Wasser wieder senkt. Notfalls muss biwakiert werden.

Wasserdruck
Der Wasserdruck ist abhängig von Wassermenge, Gefälle und Engpässen. Dieser wirkt sich vor allem beim Abseilen im Wasser und auf Rutschbahnen auf die Personen aus.
   


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