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| CanyoningSecurity
- Sicherheit muss an erster Stelle stehen - CanyoningSecurity |
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Aneignen der Techniken
Ganz wichtig, gilt als oberstes Gebot für
all jene, die Techniken in gefährlichen Situationen
im Wasser anwenden müssen, solche Situationen
ausfindig machen, um sie zu vermeiden. Darin besteht
auch die Aufgabe in der Praxis des Profis. Die
Anwendung der geeigneten Wassertechnik muss einer
erlebten Erfahrung im Gelände entsprechen.
Auch hier erlaubt die Praxis - Privat oder in
einem Kurs gemacht - ein angepasstes Ausprobieren,
das sehr lehrreich ist. Deswegen werden einige
verschiedene Techniken hier nur kurz erwähnt.
Lage der Abseilstelle
Hierbei spielt der Verlauf der Abseilpiste eine
wesentliche Rolle. Auf die Wasserströmung
muss dabei genau so geachtet werden wie der möglichst
einfache Zustieg. Die Überschaubarkeit ist
wichtig für eine gute Verständigung
mit dem Partner.
Zugang und Lage
Ein trittsicherer Platz ist von Vorteil da man
sonst evt. sogar Fixseile anbringen muss, wenn
die Absturzgefahr gross ist. Hat bei der Abseilstelle
nur eine Person Platz, sollte vorher das Material
bereit gestellt werden.
Fixpunkte
Am besten werden immer gleich zwei Bohrhaken gesetzt.
Ein Fixpunkt reicht nur bei ausreichender Dimensionierung
und einwandfreiem Zustand. Je näher die Haken
zusammen sind, desto besser ist die Kraftaufteilung
auf die beiden Haken, welche mit einer Kette oder
einer Schlinge verbunden sind. Vor jeder Verwendung
von Bohrhaken ist eine Überprüfung notwendig,
da blindes Vertrauen lebensgefährlich sein
kann. Keine Verwendung bei folgenden Mängeln:
Rostansätze, falsche Platzierung / Einbohrung,
verbogene Hakenöse, Risse im Umgebungsgestein
oder Eigenbaufabrikate. Natürliche Fixpunkte
(Schlingen um Bäume etc.) sind besser zu
Bewerten, da man sie rundherum ansehen kann.
Abseiltechnik
Oft durchnässt und sehr oft verwendet, nützen
sich die im Canyon gebrauchten Seile sehr schnell
ab. Es kommt nicht selten vor, dass ein Seil in
gutem Zustand nach der Begehung einen zerrissenen
Mantel aufweist. Wir zerstörten auf diese
Weise 200m Seil in etwa 14 Schluchten. Man muss
dazu sagen, dass das Seil äusserst schwach
war. Seilkontrolle ist daher wichtig, und selbst
die Teilnehmer sollen dazu angehalten werden.
Abseilen an einem Seil
Die häufigste Art, eine Abseilstelle zu überwinden
ist das Abseilen an einem Seilstrang, wobei der
andere Strang zum Ausziehen benützt wird.
Man fährt das eine Ende durch die Sicherungspunkte
und misst es auf die richtige Länge ab. Es
ist immer wichtig, dass die Seillänge so
bemessen wird, dass das Ende den Wasserspiegel
knapp berührt. Dadurch wird verhindert, dass
man sich im Seil verfängt. Auf der anderen
Seite des Sicherungspunktes wird ein Knopf ins
Seil gemacht, wobei die Bruchlast des Seiles etwa
um die Hälfte sinkt. Der zweite Seilstrang
wird zum Ausziehen benützt. Dort dürfen
so viele Seile zusammengeknöpft werden, wie
nötig sind, denn es wird ja am anderen Ende
abgeseilt.
Hinablassen mit Achter
Diese Technik mag unter bestimmten Voraussetzungen
vorteilhaft sein, bringt andererseits auch schwerwiegende
Nachteile.
Vorteile:
- Es erlaubt, selbst einem Anfänger, am Ende
einer Abseilstelle gewisse Erkundungen oder Sicherungsaufgaben
auszuführen.
- Bei einzelnen heiklen Abstiegen, bei denen man
sich von der Senkrechten weg bewegt, braucht sich
der Teilnehmer nicht um die Seilsicherung zu kümmern.
- Der Erfahrene kann seine Teilnehmer hinunter
lassen und somit den Abstieg mitkontrollieren.
- Durch diese Technik kann viel Zeit gespart werden,
wenn sich Teilnehmer beim Abseilen noch nicht
so sicher fühlen.
Nachteile:
- Gefahr beim Hinablassen unter einem Wasserfall:
Die hinabgelassene Person hat weder die Freiheit
noch die Möglichkeit, wirkungsvoll auf eine
kritische Situation zu reagieren. Besonders gefährlich
sind Abseilstellen mit einem oder mehreren Zwischenstufen
oder auch Zwischenbecken. Die Person am Seil könnte
nach einer Stufe tief fallen.
- Ungewissheit über die Situation der hinabgelassenen
Person, wenn der Sichtkontakt von oben nach unten
nicht gewährleistet ist: Deswegen ist es
empfehlenswert, eine Person nach unten zu schicken,
die sich selber am Seil abseilen kann. Diese Person
am Boden kann vielleicht eher Sichtkontakt mit
der Person am Stand oben wahrnehmen.
- Gefahr beim Eintauchen in einen Pool, in dem
man nicht stehen kann und der in der Nähe
eines Wasserfalles mit Wasserwalze liegt: Das
Seil hat infolge grosser Spannung, die es ausübt
und wegen des Eigengewichts im Wasser, die Tendenz,
den Schwimmer im Strudel festzuhalten.
Es ist sehr empfehlenswert eine Kontaktperson
am Boden zu haben, so kann diese in gefährlichen
Situationen die Person am Stand darauf aufmerksam
machen.
Abseilgerät
Wir arbeiten mit einem speziellen Canyoning-Achter
von Petzl. Er besitzt mehrere Bremsstufen und
kann am Karabiner festgemacht werden. Der Achter
kann in gewohnter Art ums Seil gefahren werden,
oder ganz einfach nur in den Karabiner und durch
die grössere Öffnung vom Achter gefahren
werden. Wobei die letztere Art nur für Profis
empfehlenswert ist. Andere Abseilgeräte bringen
meist Probleme mit sich.
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